Joyclub ist das dominierende Swingerportal im DACH Raum. Von Single Profile über Paarprofile findet man auch Unternehmensprofile, von Veranstaltern, Clubs, Fotografen und alles was das Herz im Bereich des Swingens begehrt. Mit ca 6 Millionen Profilen findet sich für jeden was. Aber Achtung Single-Frauen werden von Anfragen überrant, egal ob mit oder ohne Bild im Profil. Dieser Ansturm legt sich nach einer kurzen Zeit und dann kann man es vernünftig nutzen. Bei Paarprofilen ist es nicht so extrem und man kann die Welt auch gut inkognito erleben.
SpicyMatch
Spicymatch ist ähnlich wie Joyclub nur viel internationaler und auch moderner gestaltet. Und dadurch auch deutlich größer was Profilzahlen angeht. Das einzige Mancko, im DACH Raum ist Spicymatch noch nicht so etabliert wie Joyclub, aber die Gemeinde wächst auch hier täglich. Ebenso gibt es Single Herren und Frauen Profile aber auch die beliebten Paarprofile. Zusätzlich gibt es auch hier Veranstalter, Clubs und diverse andere Unternehmen aus der Swinger Welt zu erleben. Ihr habt Lust auf Reisen, dann solltet ihr euch hier anmelden und die ganzen Vorzüge nutzen.
Fetlife
Fetlife ist das Portal, vor allem als App, rund um Fetische und den etwas härteren Lebensstil. Du hast Interesse an BDSM und alle möglichen Spielarten, dann bist du hier richtig. Die dominierende Sprache ist Englisch und es ist sehr international. Achtung, sehr viele Herrinnen, also professionelle Dominas sind hier vertreten, die für ihre realen bezahlten Sessions Werbung machen oder auch ihr Online Business. Aber man bekommt schnell mit wer es aus Leidenschaft betreibt oder wer aus finanziellen Interessen. Und ja man findet viele leidenschaftliche User.
Kinkyfans
Ja, Kinkyfans ist eine deutsche Plattform die durchaus monitär gesteuert ist und vom Aufbau her OnlyFans ähnelt. Zwar sind auch hier Clubs und Veranstalter vertreten, aber eben auch viele dominante Creator, die ihre Kinks und Fetische dort zur Schau stellen. Grade für die Herren, die es nicht so einfach haben ihre Fetische offen auszuleben aus diversesten Gründen, können hier dennoch fündig werden und Spaß haben.
Sexspielzeuge gibt es viele. Und mittlerweile auch einige, die interaktiv, also steuerbar sind. Die besten sind unserer Meinung nach von Lovense. Egal ob alleine oder zusammen, für alle die etwas Neues testen wollen und entweder gerne selbst steuern oder gesteuert werden möchten, können wir die Toys nur empfehlen. Zwar muss man ehrlicherweise sagen, dass Lovense im Vergleich zu anderen Anbietern etwas hochpreisiger ist, aber unserer Meinung nach merkt man das auch an der Robustheit, dem Leistungsvermögen und der Qualität. Vor allem wenn ihr euch mit weiteren Partnern , Paaren oder wem auch immer wollte, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das andere Part auch Spielzeuge von diesem Hersteller hat.
Und es kann auch sehr aufregend sein beim Sex mit dem eigenen Partner in den eigenen vier Wänden zusätzlich jemand anderen fremd zu steuern oder gesteuert zu werden….
Die Oase in Rödermark bei Frankfurt ist sicherlich einer der bekanntesten Clubs in Südwestdeutschland, vielleicht sogar ganz Deutschland. Und das nicht ohne Grund. Wir stellen euch den Club näher vor und erzählen, was ihn wirklich einzigartig macht.
Gleich vorweg: Die Oase in Rödermark in Rödermark bei Frankfurt ist einer unserer Lieblingsclubs, den wir regelmäßig besuchen. Denn die Oase bietet für uns nahezu alles, was wir von einem Swingerclub erwarten. Aber fangen wir vorne an, oder auch bei der Anfahrt bzw. dem Parkplatz. Die Oase liegt im Gegensatz zu anderen Clubs nicht direkt in einem Industriegebiet sondern etwas außerhalb und bietet genug Parkplätze, auch für Camper. Wer nicht fahren möchte, kann sich in einem der nahe gelegenen Hotels einmieten, die Kooperationen mit der Oase haben und einen Taxiservice und late-check outs anbieten.
Pärchenclub mit Stil
Die Oase ist in der Regel ein Club nur für Paare, nur an wenigen Abenden sind auch Single Männer zugelassen. Sie ist unseres Wissens nach der einzige Club in Deutschland, der explizit als Swingerclub konzipiert und gebaut wurde und das merkt man eben auch. Der Eingangsbereich ist diskret und sollte man Schlange stehen müssen, tut man dies teils überdacht. Ein großer Pluspunkt gibt es dann schon hier: Kartenzahlung kein Problem! Das ist leider nicht überall der Fall und nervt uns, als Menschen die quasi nie Bargeld dabei haben, sonst sehr.
Wenn man die Oase betritt geht es erst mal eine Treppe nach unten zum umziehen. Die Spinde sind ausreichend groß und auch einige Sitz- und Schminkmöglichkeiten für die Damen. Die Spindschlüssel kann man wie üblich an der Theke abgeben. Im Erdgeschoss ist die Oase aufgeteilt in verschiedene Bereiche, zum einen gibt es die schicke Theke, die den Partybereich dominiert. Aber auch gemütliche Sitzgelegenheiten sind vorhanden und jede Menge Plätze zum Essen. Apropos Essen…
Sport macht hungrig
Beim Thema Essen spaltet sich die Swinger Community etwas: es gibt diejenigen, die sagen, ich geh doch nicht zum Essen in einen Swingerclub! Und dann gibt es diejenigen, zu denen wir gehören, für die ein gutes Essen zu solch einem Abend dazugehört. Damit sind wir in der Oase genau richtig, denn hier gibt es wirklich immer sehr leckeres, hochqualitatives Essen, was übrigens auch die Getränke betrifft.
Wir mögen es einfach auch beim Essen schon erste Kontakte zu knüpfen und hey, Sport macht ja auch hungrig, daher finden wir, eine Stärkung muss sein! Das Essen in der Oase gibt es meist bis 1 Uhr Nachts, sodass man auch nach der ersten oder zweiten Runde noch eine Stärkung zu sich nehmen kann.
Sommerpartys mit Whirlpool, Liegen und Schaumpartys
Neben einem sehr großen Indoor Bereich punktet die Oase außerdem mit einem großzügigen Outdoor Bereich inklusive mehrerer Pools. Achtung allerdings beim runtergehen, die Treppe ist mit Heels eine Herausforderung. Ist man unten, blickt man auf den anliegenden kleinen See, hat direkt vor sich einen Whirlpool für sechs Personen und einen etwas größeren Pool zum schwimmen. Weiter hinten gibt es noch einen Pool, der uns allerdings bisher immer zu kalt war. Zusätzlich gibt es jede Menge Liegemöglichkeiten mit Sonnenschirmen und hinten im Garten finden sich auch Outdoor-Betten für schöne Stunden unter den Sternen (ja, haben wir schon getestet). Ein besonderes Highlight sind im Sommer die Schaumpartys, die hinter dem Club stattfinden und wo die ein oder andere Dame schon mal komplett im Schaum verschwunden ist.
Riesige Spielwiesen für jeden Geschmack
Eins darf in einer Beschreibung über einen Swingerclub natürlich nicht fehlen: Der Spielebereich! Und der ist in der Oase wirklich sehens- bzw. bespielenswert… Geht man die Treppe nach oben, lädt die erste Tür rechts zu Spaß ein. Der komplett verglaste Raum geht auf den Parkplatz, aber das Glas ist so verspiegelt, dass man nur von innen nach außen schauen kann. Auch eine Klimaanlage gibt es hier, was gerade im Sommer sehr angenehm ist. Hier haben schätzungsweise mindestens 40 Personen Platz, wenn wirklich alle Ecken genutzt werden und es gibt große Matratzenflächen.
Weiter geht es den Flur entlang und rechts gibt es Duschen und eine Sauna. Der nächste Raum auf der rechten Seite ist der größte auf dieser Etage und lockt vor allem mit den Spiegeln an der Decke, einem riesigen runden Bett in der Mitte und jeder Menge Liegemöglichkeiten rundherum. Wer möchte kann auch von der oberen Seite den Blick nach unten und das bunte Treiben genießen.
Im Dunkeln lässt sich gut munkeln
Neben diesem Hauptraum gibt es übrigens auch einen Wasserspender mit Pappbechern um einen eventuellen Flüssigkeitsverlust auszugleichen ;-). Weiter geht es ein paar Stufen nach oben und in unseren persönlichen Lieblingsbereiche: Die Dark Area. Man läuft hier im Quadrat umher und kann entweder den Spiegelsaal von oben betrachten, oder einen Blick ins Innere eines geschlossenen Bereichs beobachten, wo an strategisch wichtigen Plätzen sehr praktische Löcher zum schauen oder sonstiges sind…
In diesem Rundlauf finden sich immer wieder Paare, die die Dunkelheit nutzen und zu zweit oder mit mehreren Personen Spaß haben. An der anderen Seite gibt es auch zwei kleinere Separees, die perfekt für vier Personen sind. An den Separeés vorbei geht es dann nach rechts noch ein paar Stufen nach oben zum Dachboden, der explizit für PT (Partnertausch) interessierte Paare ist. Hier ist es relativ niedrig und auch durchaus stickig, was aber auch sehr anregend sein.
Schaukeln oder fesseln
Verlässt man die Dark Area sind auf der rechten Seite nochmal Toiletten und den Flur runter zwei weitere Räume. Einmal ein kleinerer Raum mit einer Liegefläche für ca. 6-8 Personen, sowie einem Bock für, naja, Menschen die lieber mal stehen.
Noch eine Raum weiter gibt es ein paar Möglichkeiten für BDSM Interessierte: Ein Andreaskreuz, eine Sexschaukel und ruhige Ecken. Zum wirkliche Spielen, bzw. spanken ist es hier allerdings etwas eng, tatsächlich wird hier unserer Erfahrung nach auch recht wenig gespielt. Aber schaukeln kann ja auch nett sein…
Sauber, freundlich, persönlich
Das Thema Sauberkeit ist in jedem Swingerclub zentral, genau wie das Personal. Wir können hier allerdings wirklich sagen, dass wir bezüglich Sauberkeit, Ordnung und Verfügbarkeit von Handtüchern noch nie ein Problem in der Oase hatten. Das Personal ist immer freundlich, schnell mit dem Abräumen und die Drinks können sich wirklich sehen bzw. schmecken lassen. Auch der Clubchef ist meistens da und fragt gerne auch persönlich nach, ob alles in Ordnung ist und kümmert sich um die Gäste.
Wer günstigen schnellen Spaß sucht, ist hier falsch
Ihr ahnt es wahrscheinlich schon beim Lesen: Die Oase ist kein Club für einen schmalen Taler. Als Paar zahlt ihr Minimum 100 € Eintritt, eher etwas mehr. Dafür bekommt ihr unserer Meinung nach aber auch ein rundum glücklich Paket und mal ehrlich, wenn ihr als Paar schön essen geht, vielleicht noch den ein oder anderen Cocktail genießt, seid ihr auch nicht wesentlich weniger Geld los. Aber natürlich ist es nicht wenig Geld, da brauchen wir nicht drüber reden. Trotzdem sind wir der Meinung, dass der Eintritt gerechtfertigt ist, denn abgesehen von der hochwertigen Einrichtung und dem Essen ist in der Oase auch immer jede Menge sehr freundliches und bemühtes Personal vor Ort, was ja schließlich auch bezahlt werden muss.
Fazit: Ein Club für anspruchsvolle Stunden
Die Oase ist, wie schon zu Anfang gesagt wirklich einer unserer absoluten Lieblingsclubs. Wir waren schon oft dort und genießen die Abende eigentlich immer, denn egal wie das Publikum sonst so passt: Zu zweit kann man dort einfach immer Spaß haben und meistens findet sich ja auch das ein oder andere Pärchen ;-). Also, egal ob ihr neu in der Szene seid oder erfahren, die Oase ist definitiv einen Besuch wert und bekommt von uns volle 5 Sterne.
Wie kam unser ER in die Welt der Lust und Leidenschaft? Es gleicht etwas einem Klischee, aber so war es: In einer langen Ehe, in der der Haussegen schließlich komplett schief hing und Fremdgehen durch die Partnerin zur Normalität wurde, war es ein letzter verzweifelter Versuch, die Ehe zu retten. Spoiler: Ohne Erfolg.
Der Gedanke, wir gehen zusammen in Clubs damit jeder auf seine Kosten kommt und nichts mehr heimlich gemacht wird, klingt vielleicht nachvollziehbar, war aber die denkbar schlechteste Ausgangslage.
Die Ehe öffnen um sie zu retten: Vergesst es!
Steht man in seiner Beziehung an dem Punkt, an dem das Vertrauen weg ist, wird man sie durch das Öffnen der Ehe auch nicht mehr retten. Aber gut, hinterher ist man immer schlauer. Denn was ich für mich gelernt habe: Für den gemeinsamen Schritt in diesen Bereich sind die Kommunikation und das Vertrauen die wichtigsten Punkte. Sind diese nicht mehr gegeben, solltet ihr es lassen und erst daran arbeiten, am besten mit professioneller Hilfe wie Paartherapeuten. Oder, auch das kann sehr heilsam sein, einen endgültigen Schlussstrich ziehen.
Das erste Mal im Swingerclub: Die typischen Fragen
Aber auch aus Fehlern kann etwas gutes entstehen und so lernte unser ER seine Leidenschaft zunächst für das Swingen kennen. Denn als ER mit seiner damaligen Partnerin das erste Mal einen Swingerclub besucht hat, fand er sich an einem Punkt wie viele von euch vielleicht heute auch: Wo sucht man einen Club, wie findet man einen und was zieht man an?
Naja, Google wird es schon richten dachte ER, suchte einen möglichst weit entfernten Swingerclub, sah sich die vermeintlich seriöse Seite an, telefonierte mit dem Besitzer und kaufte in einem Erotikladen ein passendes Outfit.
Auf der Hinfahrt sprach man mehr schlecht als recht über Regeln für den Abend und Erwartungen. Geprägt war die Unterhaltung allerdings immer noch Diskussion von verletzten Gefühlen und Misstrauen. Daher nochmal eindringlich die Warnung: KEINE gute Idee aus so einer Situation heraus in einen Swingerclub zu gehen!
150 km fahren um Nachbarn zu treffen
Im Club angekommen, stellte man als erstes fest, dass trotz 150 km Entfernung viele Kennzeichen auf die Heimat hinwiesen. Grundsätzlich SEIN Tipp: Sucht euch für den ersten Clubbesuch etwas aus, was zu euch passt, schaut nach Mottos und Gästen, aber weniger nach der Entfernung.
Es kann und wird egal wo ihr hingeht immer mal sein können, dass ihr Leute trefft, dir ihr kennt. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn die sind ja genau aus den selben Gründen da wie ihr 😉. Und Diskretion wird in der Szene große geschrieben, also macht euch keinen Kopf.
Aber zurück zu meinem ersten Abend in einem klassischer Swingerclub. Tja, die Homepage hatte schon mal gelogen oder mindestens maßlos übertrieben. Der Club war zwar sauber, aber doch sehr in die Jahre gekommen und hätte dringend einige Renovierungen benötigt und die neue Möbel ebenso. Also die Idee einfach Google zu nutzen und nach der tollsten Homepage zu suchen war schonmal der erste Reinfall.
HÜ für Anfänger? Schwierig!
Das zweite was uns nicht klar war: Wir hatten ein Event mit einem HÜ Motto gebucht.
HÜ steht in der Szene für Herrnüberschuss, sodass an diesem Abend ca. vier Paare und bestimmt 40 Männer anwesend waren. Für einen ersten Besuch als Paar absolute Überforderung.
Verloren saß man an der Theke und ein anderes Paar hat uns mitleidig angesehen und in ein Gespräch verwickelt, und jetzt kommt eine wichtigste Erkenntnis: Generell sind die Menschen im Swingerbereich sehr offen und hilfsbereit. Also erzählte das Paar von ihren Anfängen, ihren Erlebnissen und stellte uns Joyclub vor. Eine Plattform nur für diesen Bereich. Dass man dort die Möglichkeiten hat gezielt nach Clubs zu suchen, Veranstaltungen und eben auch nach Gästelisten. Das war dann auch das beste an diesem Abend, der recht schnell endete.
Aber mit der Anmeldung im Joyclub war der erste wirkliche Schritt in die Szene geschafft.
Joyclub als Door Opener
Nun fanden wir bei Joy die Möglichkeit, Gleichgesinnte kennenzulernen, die ersten Paardates, die ersten richtigen Club Erfahrungen und eine Reise in die Welt der Lust zu starten.
Obwohl die Ehe zum Scheitern verurteilt war, weder Kommunikation oder Vertrauen noch besonders toll waren, kam etwas zurück in die Beziehung nämlich der Spaß an Sex und Leidenschaft. Das hat unseren ER nachhaltig verändert. Bedürfnisse und Phantasien, die teilweise Jahrzehnte geschlummert hatten oder unterdrückt wurden, wurden wieder entdeckt. Generell hat er seine Sexualität dadurch neu entdeckt und definiert, sodass der Schritt ins Swingen, auch wenn er die Ehe nicht retten konnte, ihm trotzdem etwas Nachhaltiges gegeben hat.
Als Single Mann in der Swingerwelt
Springen wir drei Jahre weiter, nachdem die Ehe endgültig gescheitert war. ER hat sich entschieden den Joyclub allein als Single Mann zu erkunden. Nicht einfach, denn Single Männer gibt es dort – wie auf jeder Datingplattform – mehr als genug. Für ihn war es trotzdem eine sehr spannende und befriedigende Zeit, wenn man sich an Netiquette hält und mit einer charmanten Art von sich zu überzeugen weiß. Und übrigens auch die Profile der Damen liest, die man anschreibt…
Es war eine Zeit, in der er auch die ersten richtigen Erfahrungen in der Welt des BDSM gesammelt hat, viele sexuelle Erfahrungen und Praktiken ausprobiert und für sich selbst festgestellt hat, was er möchte und was nicht. Zum Thema BDSM geht es aber nochmal speziell in diesem Beitrag.
ER hat beispielsweise einen starken Voyeur Fetisch, den er im Club gerne auslebt und es stört ihn auch überhaupt nicht, wenn andere zuschauen, ganz im Gegenteil. Spoiler Alert: Hier sind SIE und ER übrigens ziemlich konträr, weil IHR das schauen bei anderen gar nichts gibt. Aber dazu mehr bei IHREM Einstieg.
Tja, und so verbrachte ER eine recht vergnügliche Zeit als Single Mann, entwickelte sich weiter aber merkte irgendwann, dass er bereit wäre für eine echte neue Beziehung. Und als er schließlich als Dom eine neue Sub suchte, trat SIE in sein Leben…
14 Jahre Beziehung und irgendwie hat man mittlerweile mehr das Gefühl mit seinem besten Freund zusammenzuwohnen. Kommt das jemandem bekannt vor? So ging es unserer SIE vor einigen Jahren.
Das Leben plätscherte vor sich hin, nicht schlecht, aber eben sehr berechenbar und wie auf Schienen. Der Sex? Quasi nicht mehr existent. IHR war das irgendwann nicht mehr genug und Versuche die Beziehung doch noch zu retten, kamen von beiden Seiten zu spät.
Raus aus dem gewohnten Alltag, rein in Sex and the City
Nach einer zwar sauberen aber trotzdem nicht einfachen Trennung, beschloss sie, genau das zu tun, was ihr Lieblingscharakter aus Sex and the City, Samantha, schon immer getan hatte: Sich sexuell ohne Tabus auszuleben und alles auszuprobieren, was ihr in den Sinn kam.
Also, ab auf Tinder, Bumble und Co und los ging das wilde Daten. Ein paar Wochen machte das auch durchaus Spaß und sie lernte bald einen Mann kennen, der das Thema BDSM ansprach. SIE hielt sich eigentlich eher für dominant, merkte aber schnell, dass die devote Rolle ihr durchaus lag.
Im Nachhinein stellte SIE fest, dass nicht alles, was der damalige Dom tat, wirklich cool war. Denn das Thema Konsens umging er teilweise und überredete sie zu Dingen, auch außerhalb des Schlafzimmers, bei denen ihr nicht wohl war, die sie aber trotzdem tat.
Ladies, hört auf gefallen zu wollen!
Diese Lektion müssen wohl viele Frauen lernen. Wir neigen dazu gefallen zu wollen und nicht auf unser Bauchgefühl zu hören. Das sollten wir uns dringend abgewöhnen und ganz ehrlich, ein Mann der euch zu Dingen drängt, die ihr nicht wollt, ist kein Dom oder sonst was, sondern ein Idiot! Egal wie gut er im Bett ist, es ist eure Entscheidung und ihr müsst euch damit wohlfühlen.
Nachdem dieser „Dom“ passeé war, fand sie schnell einen neuen, der ihr dann auch von Joyclub erzählte und meinte: „Hier wirst du Spaß haben, da ist wie eine Datingplattform, aber für Sex und coole Veranstaltungen.“
Gesagt, getan, und fast wieder gelöscht. Denn als Single Frau auf Joy, egal wie nichtssagend dein Profil ist, wirst du erst mal mit Anfragen überflutet. Dagegen sind andere Datingplattformen Kindergarten.
Als Single Frau auf Joyclub
Das soll weder arrogant noch sonst wie klingen, es ist völlig egal wie du ausschaust, mit einem verifizierten Frauenprofil auf Joy quillt dein Postfach innerhalb kürzester Zeit über.
Im ersten Moment ein Push fürs Ego, war SIE nach einer Woche allerdings so genervt, dass sie die App schon wieder löschen wollte. Nicht nur die schiere Anzahl der Anschriften, auch die Hartnäckigkeit mancher Männer nervte. Denn nein liebe Männer, wenn sie sagt keine Männer unter 1,80, dann ist das keine Einladung, sich mit 1,75 permanent aufzudrängen…
Der erste Dreier
Aber sei es wie es war, auch hier gab es durchaus positive Anschriften und eine stach erstmal besonders hervor: Ein Paar war auf der Suche nach einer zweiten Frau. SIE hatte bisher keine wirklichen bi-Erfahrungen, war aber neugierig. Also traf sie sich mit dem Paar und stellte zwei Dinge fest: Erstens, bei erfahrenen Paaren geht es schnell zur Sache, einfach nur beschnuppern und wann anders treffen ist eher die Ausnahme.
Zweitens: SIE steht nicht sonderlich auf Frauen. Die andere Dame super nett, witzig, ihr Mann ziemlich hot, aber ganz ehrlich? Bei Frauen mehr als Küssen oder Brüste streicheln ist nicht IHR Ding. Passiv ist das was anderes, aber unsere SIE ist insgesamt trotzdem sehr wenig bi-affin.
Der Abend war alles in allem schön, aber SIE stellte schon hier fest, dass sie sich bei drei Personen nicht so richtig wohlfühlt. Wen soll man als nächstes anfassen, fühlt sich einer zurückgesetzt, könnte jemand eifersüchtig werden, waren nur einige ihrer Gedanken. Gepaart mit der Tatsache, dass SIE nicht sonderlich Multitasking fähig ist und lieber selbst verwöhnt wird, beschloss SIE für sich, sich erstmal nur auf Männer und einen neuen dominanten Mann konzentrieren zu wollen
Tja, und so kam ER ins Spiel, denn SIE verirrte sich kurz mal auf sein Profil woraufhin ER SIE anschrieb.
SIE: Das erste Mal im Swingerclub
Nach einem zugegebenermaßen katastrophalen ersten Date, folgte irgendwie trotzdem ein zweites und hier wurde schnell klar: Die Chemie stimmt, aber irgendwie interessiert uns gemeinsam auch das Swingen, nicht nur BDSM. Und nach einer Weile stand der erste gemeinsame Besuch im Swingerclub an – für sie der erste Besuch dieser Art überhaupt.
SIE wusste, dass ER schon einige Erfahrungen mit seiner EX hatte, was zwar einerseits beruhigend war, da er sich auskannte, trotzdem auch ein komisches Gefühl mit sich brachte. Vor dem ersten Besuch natürlich auch für SIE die Frage: Was soll ich nur anziehen?!
Ladies, an dieser Stelle mal ein Wort allgemein zu Dresscodes: Macht euch nicht verrückt. Ihr habt sicherlich sexy Dessous und ein heißes kurzes Kleid oder so. Packt das ein und ihr seid gut angezogen, es müssen nicht direkt die teuren Swinger-Klamotten sein! Natürlich solltet ihr den Dresscode lesen und darauf achten, aber sicherlich gibt euer Kleiderschrank erst mal was her 😉.
Dann war er da, der erste gemeinsame Abend im Swingerclub. Wir hatten vorab einige Regeln sowie ein Codewort vereinbart. Sollte einer von uns dieses Codewort nennen, würden wir aus der entsprechenden Situation direkt rausgehen. Übrigens eine dringende Empfehlung von uns: Codewörter und auch haptische Signale vereinbaren! Ein bestimmter Griff oder was auch immer ihr dezent anwenden könnt, was eurem Partner sagt: Ich fühle mich unwohl, Abbruch.
Gestresst, überfordert aber irgendwie auch fasziniert
Im Club angekommen wurde die normalerweise recht selbstbewusste SIE schnell sehr still. Die ganzen neue Eindrücke, die Outfits, die Geräusche, die Gerüche, die unterschiedlichen Körper, die sich auch nackt pudewohl zu fühlen schienen – all das überforderte SIE erst einmal.
Nervös befahl sie ihm, nicht von ihrer Seite zu weichen. An diesem Abend lief dann auch sehr wenig, nur wir beide hatten miteinander Sex, und SIE stellte eine Sache sehr deutlich fest: Einen Voyeurfetisch hat sie definitiv nicht (im Gegensatz zu ihm). Tatsächlich schaut sie auch überhaupt keine Pornos, wohingegen erotische Literatur genau ihr Ding ist.
Trotzdem faszinierte die Erfahrung sie und nach ein paar weiteren Besuchen kam es dann auch zum ersten Paartausch. Und seitdem ist das Swingen fester Bestandteil unserer Beziehung.
Wenn ihr euch übrigens fragt, wie das Thema BDSM und Swingen zusammenpassen, lest doch diesen Artikel. Für uns sind es zwei unterschiedliche Spielarten, die wir persönlich gerne auch miteinander verbinden, was aber längst nicht für alle Leute gilt. Doch darüber an anderer Stelle mehr.
Gerade für Anfänger kann es in der kinky Welt oft schwierig sein herauszufinden, welche Veranstaltung zu einem passt. Eine reine Swingerparty, ein kinky Rave, eine BDSM Playparty, eine Privatparty oder doch ein Paardate? Wir stellen euch die einzelnen Veranstaltungsarten und ihre Besonderheiten vor.
Zunächst einmal gibt es grob diese Kategorien von Partys und Veranstaltungen:
Einzeldates: Egal ob mit einem Paar oder einzelnen Personen, hier trifft man sich mit 1-2 Personen.
Gruppendate: Mehrere Personen, die einen frivolen Abend erleben wollen und sich zB in einem Hotel oder in einer privaten Location treffen
Private Veranstaltungen: Meist in privaten Wohnräumen oder einer gemieteten Location. Kleinere Veranstaltungen im Bereich von i.d.R. 10 bis 50 Personen
Offizielle Veranstaltungen bzw. Events: Hier setzen Veranstalter meist ein bestimmtes Motto um und sind in gemieteten Veranstaltungen wie Swingerclubs, expliziten Wohnungen, Etablissements, FFK Clubs, Pornokinos oder ehemaligen Bordellen eine Party feiern, von 30 bis weit über 500 Personen schon alles erlebt.
Swingerpartys: Vom Betreiber veranstalte Swingerabende mit allen möglichen Mottos.
Kinky Party oder kinky Raves, auch sexpositive Party: Hier steht eher der Aspekt des Feierns im Fokus. Frivoles Ausgehen, oft mit elektronischer Musik und extravaganten Outfits.
BDSM Event oder Playparty: Hier steht das Thema BDSM im Vordergrund. Viele Leute bringen ihre eigenen „Spielsachen“, also Schlaginstrumente und ähnliches mit. Musikalisch ist hier häufig Metal zu hören.
Swingerreisen: Ja, richtig gehört. Es gibt Veranstalter die spezielle Rundreisen, Kreuzfahrten, Hotel Takeover oder ähnliches anbieten bei denen es hoch hergehen kann. Teilweise findet dies auch in speziellen Swingerressorts statt, wo Hedoismus gelebt wird.
Festivals: Ja genau, es gibt spezielle BDSM Festivals die Liebe Lust und Leidenschaft auch vor der Bühne erleben lassen.
Welche Partyarten gibt es?
Zusätzlich zu den oben genannten Veranstaltungen gibt es noch einige spezielle Partyarten, die ihr immer mal wieder lesen werdet. Die häufigsten sind:
HÜ-Partys: HÜ steht für Herrenüberschuss, das heißt es gibt mehr Single Männer als Damen. Das Verhältnis kann von 1:3 bis reichen, die meisten HÜ Partys haben 1 zu 1,5 im Verhältnis.
Gang-Bangs: Auch wenn viele bei dem Wort Swingen direkt hieran denken sind Gang-Bangs eher die Ausnahme als die Regel. Hier ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen noch deutlicher richtiger Männer als bei HÜ Events und es geht heiß her.
CMNF – Closed Men Naked Female: Die Herren im Anzug oder Smoking, die Damen nackt. Das ist kurz gesagt die Idee, wobei die Ausführung variieren kann und bspw. bei manchen CMNFs Accessoires wie Capes für die Damen erlaubt sind, bei anderen nicht gern gesehen.
Wifesharing: Bei solchen Partys teilen die Herren ihre Damen oder stellen diese zur Verfügung. Die Herren entscheiden hierbei inwiefern sie mitmachen möchten oder nicht und welcher Herr mit der Dame Spaß haben darf.
Was passt denn jetzt zu mir?
Wenn ihr von der schieren Auswahl an Events und Partyarten erst mal überfordert seid, keine Sorge: Das ist normal! Wichtig ist, dass ihr euch nicht zu viel auf einmal zumutet und genau überlegt, was ihr mögt und was nicht. Steht ihr auf Party und wollt euch schick machen? Dann schaut doch mal bei einer Kinky Rave vorbei. Mögt ihr es, von vielen Männern zugleich verwöhnt zu werden? Dann könnte ein HÜ-Event das richtige für euch sein. Ihr seid nicht gerne nackt vor vielen anderen? Dann vielleicht besser keine CMNF.
Grundsätzlich könnt und solltet ihr vorab immer mit dem Veranstalter reden, wenn ihr Fragen habt. In der Szene sind unserer Erfahrung nach eigentlich alle Menschen sehr offen und hilfsbereit. Daher traut euch und fragt nach! Und ganz wichtig, redet mit eurem Partner, falls ihr zu zwei unterwegs seid. Auch hier nochmals der Hinweis: Vereinbart Codewörter und haptische Zeichen, die ihr euch unauffällig geben könnt, um aus einer Situation zu kommen, in der ihr euch unwohl fühlt.
Und egal wo ihr seid, bei welcher Party und welchem Event, die goldene Regel „Nein ist nein“ gilt immer und überall und ist ohne Diskussion zu respektieren! Also, probiert euch aus und habt Spaß…
Übrigens: Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird regelmäßig von uns geprüft und erweitert.
Als aller erstes: Wir möchten Entscheidungshilfen geben und unsere Erfahrungen teilen, es geht uns nicht darum das Haar in der Suppe zu suchen. Wir möchten möglichst objektiv unsere subjektiven Eindrücke eines Abends teilen. Hierbei weisen wir strikt darauf hin, wenn der Partyveranstalter nicht identisch mit dem Clubbetreiber ist. Denn der beste Club kann ja nichts dafür, wenn der Veranstalter Mist baut oder umgekehrt. Zusätzlich betrachten wir noch die Party als solche und wie wir sie fanden. Denn eine richtig gute Party wird es nur, wenn alle Zahnrädchen ineinander greifen. Aber es kann ja nicht unbedingt ein Rädchen etwas für das andere.
Bei Clubs achten wir insbesondere auf:
Gesamteindruck
Essen
Sauberkeit
Aufteilung
Größe
Spielwiesen
Personal
Bei einem Veranstalter legen wir insbesondere Wert auf:
Sichtbarkeit und Verfügbarkeit am Abend
Personal Veranstalter
Motto Umsetzung
Dresscode geachtet
Kommunikation im Vorfeld
Kommunikation im Nachgang
Wir schauen uns außerdem die Veranstaltung als solche an:
Motto
Deko
Gästeliste
Passt das Motto in die Location
Preis
Zum Schluss werden wir noch unseren subjektiven, persönlichen Eindruck mit euch teilen, wie wir den Abend empfanden, wie die Stimmung war und wie wir die Gäste fanden und ob sich für uns der echte „Brainfuck“ eingestellt hat, den wir lieben.
Was uns wichtig ist: Konstruktives Feedback
Wir lieben unser Hobby und investieren viele Zeit und Geld darin, fahren durch ganz Deutschland und reisen auch mal im Swinger-Stil. Daher geben wir gerne ein Feedback ab, und zwar persönlich. So konstruktiv wie möglich aber auch mal mit negativen und aber auch mit positiven Aspekten. Dieses Feedback geben wir dem Veranstalter oder Clubbetreiber persönlich oder wir schreiben im Nachgang. Bis heute haben wir damit sehr gute Erfahrungen gesammelt und mit Ausnahme eines Betreibers haben wir auch immer eine Rückmeldung bekommen und die Leute sind in der Regel auch sehr dankbar für konstruktives Feedback. Nur einmal mussten wir dadurch eine Kritik im Joyclub öffentlich machen
Was wir absolut nicht wollen ist jemand an den Pranger stellen. Die meisten Veranstalter machen das Ganze als Hobby, im Nebenerwerb und mit viel Leidenschaft. Daher sollte die Kritik immer konstruktiv sein, denn wir alle wollen das selbe eine schöne Zeit.
Als Clubbetreiber steht natürlich das Geld verdienen im Vordergrund, was ja auch völlig legitim ist. Daher sollte man hier auch etwas kritischer sein können, aber trotzdem konstruktiv.